„Wir müssen über die Integration der Flüchtlinge ohne Angst und Illusion sprechen“

Martin Neumeyer auf Hauptversammlung der CSU – Dr. Elmar Haid 60 Jahre Mitglied

Mainburg. Die Ehrung langjähriger Parteimitglieder – darunter Dr. Elmar Haid für 60 Jahre – sowie ein Bericht des Landtagsabgeordneten und frischgebackenen Landratskandidaten Martin Neumeyer standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes in dieser Woche im Hotel-Gasthof „Seidlbräu“.

Vorsitzende Hannelore Langwieser konnte 27 Stimmberechtigte willkommen heißen, darunter ihre Stellvertreter Klaus Sperling und Hans-Peter Lutzenburger, die Stadräte Martin Huber und Robert Müller sowie Altbürgermeister und Ehrenbürger Sebastian Kirzinger. In ihrem Tätigkeitsbericht erinnerte sie unter anderem an den CSU-Sommeremfang im Juni mit Ministerpräsident Horst Seehofer in Kirchdorf, an die Modenschau „Lounge in the City“ im Oktober im Autohaus Köhler, an den Neujahrsempfang in der Stadthalle mit dem Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter zur Flüchtlingspolitik, an das Faschingskränzchen am Raußigen Freitag sowie die Kreisdelegiertenversammlung in Mainburg mit Nominierung des Landratskandidaten Martin Neumeyer.

Dieser betonte in seiner Funktion als Abgeordneter, dass es Bayern seit Jahren gut gehe und keine neuen Schulden gemacht würden. „Es werden sogar Schulden zurückbezahlt, woran die CSU nicht ganz unbeteiligt ist.“ Zur Flüchtlingskrise meinte der Integrationsexperte, dass sich die Lage leicht entspannt habe, den Syrern aber weiterhin geholfen werden müsse. Dabei sei es wichtig, dass Deutschland seine Leitkultur beibehalte. Schließlich gebe es auch noch andere Hilfsbedürftigte (Alte, Kranke, Gewaltopfer, etc.). Wichtige Werte wie Gleichberechtigung. Freiheit, Frieden oder den Rechtsstaat gelte es zu verteidigen. „Wir müssen über Integration ohne Angst und Illusion sprechen.“

In Sache Landratswahl gab sich der CSU-Bewerber vorsichtig optimistisch. „Ich wurde im Süden bei den letzten Wahlen gut gewählt, entschieden ist die Wahl aber erst am 18. September um 18 Uhr.“ Kreisrat Andreas Kreitmeier wollte diesbezüglich schon anmerken, dass die Kandidatur Neumeyers nicht selbstverständlich sei. Nicht zuletzt aufgrund seiner Verdienste in der Integrationspolitk hätte er einen Ministerposten bekommen, sich aber für seine Heimat und den Landratsposten entschieden.

Nach einem Bericht des stellvertretenden Fraktionschefs Martin Huber über die aktuelle Stadtratstätigkeit mahnte Mitglied Rudi Mois eine schnell Verwirklichung der geplanten Westumgehung an. Deshalb sollte die CSU einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einbringen. Auch dazu hatte Andreas Kreitmeier seine eigene Meinung: „Eine große Lösung im Osten wäre sinnvoller – vor Appersdorf bis nach Enzelhausen.“

Die Wahlen der Delegierten in die besondere (Teil-)Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl brachte folgendes Ergebnis: Hannelore Langwieser, Hans-Peter Brandl, Klaus Sperling, Martin Czekalla, Alfons Ziegler, Andreas Kreitmeier, Hans-Peter Lutzenburger, Martin Huber, Rudolf Mois, Josef Weinberger, Martin Niederreiter, Albert Stuber, Ersatz Delegierte sind Dr. Karl Pöschl, Heidi Pfundt, Hildegard Schwertl, Nadia Beck, Johannes Beck, Werner Beck, Robert Müller.

Für ihre langjährige Treue konnten anschließend folgende CSU-Mitglieder geehrt werden: Dr. Elmar Haid (für 60 Jahre), Johann Hofbauer (50), Andreas Kreitmeier (30), Albert Stuber (25), Klaus Sperling (20), Hans-Peter Brandl (20), Hildegard Schwertl (15), Sepp Brücklmeier (15), Marlene Lesmeister (15), Rudi Mois (15) und Josef Weinberger (10).